Borreliose Selbsthilfegruppe

Oberschwaben-Bodensee-Allgäu

Zecken übertragen Borreliose und andere Krankheiten

 Information für unsere Kinder

Zecken sind kleine, braune Krabbeltiere, die zur Familie der Spinnentiere gehören und sich vom Blut der Säugetiere ernähren. Das können Vögel, Igel, Mäuse, Hasen, Rehe oder auch Menschen sein, aber auch Hunde und Katzen. Deshalb dürfen deine vierbeinigen Freunde nicht in deinem Bett schlafen und müssen vor dem Streicheln, Kraulen und Kuscheln gründlich nach Zecken abgesucht werden. Die Zecken leben im Gras und auf Sträuchern, auch im Garten, auf Wiesen, im Park, auf Spielplätzen und natürlich im Wald.

Wenn ihr draußen spielt, können sie sich auf eure Kleidung setzen. Von dort aus suchen sie sich auf eurer Haut eine weiche Stelle. Besonders gerne sitzen die Zecken hinter den Ohren, am Kopf, in den Armbeugen und Kniekehlen, an der Po-Falte und auch zwischen den Zehen. Diese Stelle betäuben sie zuerst und stechen dann, ähnlich wie eine Mücke, um Blut zu saugen. Das tut zwar nicht weh, aber dabei können verschiedene Krankheiten übertragen werden und eine davon heißt BORRELIOSE:

Das sind Bakterien, die unbehandelt schwere Schäden in deinem Körper anrichten können und dagegen gibt es keine Impfung.

Nach einem tollen Aufenthalt im Freien ist es am besten, wenn ihr mit euren Eltern nachguckt, ob sich irgendwo eine Zecke versteckt hat Das sollte genauso zum abendlichen Ritual gehören, wie das Zähne putzen.

Wenn ihr tatsächlich einmal eine Zecke an eurem Körper findet, sollte diese sofort von euren Eltern oder von einem Arzt entfernt werden. Hat die Zecke sich bereits festgesaugt, sollte man sie vorsichtig möglichst vorne am Stechapparat mit einer Pinzette fassen und entfernen. Das Quetschen der Zecke und das Traktieren mit Öl oder Klebstoff sollte man unbedingt unterlassen, da sonst die im Darm befindlichen Borrelien herausgedrückt und somit das lnfektionsrisiko vergrößert wird. Bricht der Stechapparat der Zecke ab, ist das nicht schlimm. Er verbleibt noch eine Weile in der Haut und wird später abgestoßen. Die Stichstelle sollte desinfiziert werden, sonst kann eine kleine Entzündung entstehen. Diese wird aber höchstens 3 cm groß und verschwindet nach einigen Tagen. Eine Wanderröte wird grösser, dauert Wochen bis Monate und muss auf jeden Fall mit Antibiotika behandelt werden.

Die Zecke sollte in einem Labor auf BORRELIEN untersucht werden. Das ist sehr wichtig, um eine frühzeitige Behandlung sicher zu stellen.

Adressen gibt es bei unserer Selbsthilfegruppe.

Zum Arzt müsst ihr wenn:

·       einige Tage später eine rote Stelle über dem Zeckenstich entsteht (über 5 cm)

·       Tage oder Wochen später Fieber, Schweißausbrüche, Gelenk- und
      Muskelschmerzen, Kopf- und Nackenschmerzen auftreten

·       grippeähnliche Symptome auftreten

·       die Laboruntersuchung Borrelien festgestellt hat

 

Als Schutz vor Zeckenstichen könnt ihr euch im Frühjahr und Herbst auch mit dicken Socken und langen Hosen, Pullovern und Jacken mit langen Armen, geschlossenen Schuhen und Mützen schützen. Im Sommer könnt ihr euch mit einem Anti-Zeckenmittel einreiben, aber Vorsicht, zuerst solltet ihr herausfinden, ob ihr dieses Mittel gut vertragt, damit ihr keine Allergie bekommt.

Wenn ihr oder eure Eltern mehr über diese spezielle Zeckenkrankheit BORRELIOSE wissen möchtet, könnt ihr euch an die Borreliose Selbsthilfegruppe wenden und lnfomaterial anfordern - ebenso wie Kindergärten - unter

Telefon 07545 - 9324 9273 und Telefon 0751 – 94185

 oder Email shaschke@t-online.de